GSB 7.0 Standardlösung

Schiffbarkeit und Wasserbeschaffenheit (SP-106)

Das Bild zeigt den Rhein mit dem Binger Mäuseturm und der Burg Ehrenfels Quelle: © Branko Srot - Fotolia

Mit dem Klimawandel verändern sich Wasser- und Stoffhaushalt sowie die Hydrodynamik im Bereich der Bundeswasserstraßen. Die möglichen Konsequenzen für die Robustheit der Wasserstraße hinsichtlich (1) der Verkehrsfunktion, (2) der Wasserbeschaffenheit und (3) der Sohlbeschaffenheit stehen im Fokus dieses Arbeitsschwerpunktes.

Extreme Niedrigwassersituationen führen zu Transporteinschränkungen auf Bundeswasserstraßen und zu Wasserqualitätsproblemen, während Hochwasserereignisse neben Sperrungen für die Schifffahrt nachhaltige morphologische Veränderungen sowie eine Remobilisierung möglicherweise schadstoffbelasteter Sedimente nach sich ziehen. An der Küste wirken sich Veränderungen im System Atmosphäre-Ozean unter anderem auf die Sedimentdynamik im Elbe-Ästuar aus, ebenfalls mit möglichen Folgen für Schifffahrt und Wasserstraßenmanagement. Die für den Verkehrsträger Wasserstraße relevanten Gefahren werden in entsprechenden Schadensbildkategorien beschrieben und gehen in die Risikoanalyse ein.

Die Auswirkungen des Klimawandels werden im Rahmen der Wirkmodellierung basierend auf dem im Schwerpunkt Szenarienbildung abgestimmten Klimaprojektionsensemble anhand von Abflusskennwerten, Tidekennwerten, Wassertiefeninformationen, Stoffkonzentrationen sowie Baggervolumina bewertet. Überregionale Informationen zu Änderungen von Wassermengen und der Verfügbarkeit der Bundeswasserstraßen werden in gezielt ausgewählten regionalen Fallstudien ergänzt. Weiterhin werden Wirkungen von ausgewählten Anpassungsmaßnahmen des Wasser(straßen)managements in den Fokus genommen.

Koordination:

Dr. Enno Nilson, Bundesanstalt für Gewässerkunde

Beteiligte Behörden:

  • Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH)
  • Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG)
  • Bundesanstalt für Wasserbau (BAW)
  • Deutscher Wetterdienst (DWD)