GSB 7.0 Standardlösung

Sturmgefahren (SP-104)

Das Bild zeigt einen Steg der von Wellen überrollt wird Quelle: © 500px- Fotolia

Stürme gehören zu den Extremwetterereignissen, die Infrastruktur und Verkehr bereits jetzt – auch ohne Berücksichtigung des Klimawandels – vor Herausforderungen stellen. Die Orkane der vergangenen Jahre haben den Landverkehr in ganzen Regionen z.B. durch Windwurf oder Schneeverwehungen unterbrochen. An den Küsten und in Flussmündungen verursachen Stürme extreme Hochwasserstände, welche die Sicherheit der Küstenbauwerke bedrohen, die Schifffahrt einschränken und die Entwässerung des Binnenlandes behindern (Hochwassergefahren und Fokusgebiete Küsten). Bei ablandigen Stürmen (Sturmebbe) kann der erniedrigte Wasserstand in Flussmündungen den Verkehr für tiefgehende Schiffe behindern.

Innerhalb des Schwerpunktes werden Erkenntnisse über die Art, Häufigkeit und Relevanz der durch hohe Windlasten entstehenden Gefahren gewonnen. Es werden sturmgefährdete Regionen identifiziert und Grundlagen für eine deutschlandweite Gefahrenhinweiskarte zu Sturmgefährdungen erstellt. Dazu werden vielfältige Datengrundlagen, wie historische Schadensereignisse, Standortinformationen, Managementaspekte und weitere Georisiken (z.B. Hangrutschungen) erschlossen und miteinander verschnitten. Zukünftige Änderungen in der Häufigkeit und Stärke von Stürmen werden mittels des im Schwerpunkt Szenarienbildung bereit gestellten Ensembles regionaler Klimaprojektionen bewertet. Die Ergebnisse fließen in die Risikoanalyse und die Entwicklung von Anpassungsoptionen ein.

Koordination:

Markus Forbriger, Eisenbahn-Bundesamt und Anne-Farina Lohrengel, Bundesanstalt für Straßenwesen

Beteiligte Behörden:

  • Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH)
  • Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG)
  • Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Deutscher Wetterdienst (DWD)
  • Eisenbahn-Bundesamt (EBA)