GSB 7.0 Standardlösung

Minderung verkehrsbedingter stofflicher Belastungen in Luft, Wasser und Boden (SP-203)

Das Bild zeigt eine Containerschiff Quelle: © Kara - Fotolia

Eine funktionierende Mobilität wird derzeit als zentrale Voraussetzung für die wirtschaftliche und auch gesellschaftliche Entwicklung moderner Industrie- und Dienstleistungsgesellschaften gesehen. Der derzeitige Verkehr verursacht dabei beachtliche Belastungen für Umwelt und die menschliche Gesundheit. In den Verbrennungsprozessen der Fahrzeuge entstehen zahlreiche Luftschadstoffe. Dabei wirken die Schadstoffemissionen des Verkehrs unmittelbar, andere Emissionen wie CO2 aber auch langfristig und für künftige Generationen. Fortschritte in der Motorentechnik senken sowohl die Schadstoff- als auch die CO2-Emissionen der Einzelfahrzeuge, jedoch werden die Erfolge durch den steigenden Gesamtverkehr kompensiert.

In der EU bestehen Regelungen zur Begrenzung der CO2-Emissionen von neuen Fahrzeugen und zu Immissionsgrenzwerten für Stickstoffdioxid, Stickstoffoxide, Feinstaub (PM10), Schwefeldioxid, Benzol, Kohlenmonoxid und Blei zum Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt. Die Luftverschmutzung soll mit Hilfe dieser Grenzwerte so weit vermindert werden, dass keine inakzeptablen Auswirkungen für Mensch und Umwelt mehr ausgehen. Insbesondere in Ballungsgebieten werden an hochbelasteten Verkehrsstraßen diese Grenzwerte teilweise überschritten. Um die stofflichen Belastungen aus Straßen-, Luft-, Schienenverkehr sowie dem Verkehr auf den Wasserstraßen für die Umwelt und den Menschen zu minimieren, werden verkehrsträgerübergreifend Maßnahmen benötigt.

Im Rahmen des Projektes soll in einem integrierten Ansatz über alle Verkehrsträger hinweg zunächst eine Analyse der relevanten verkehrsbedingten Schadstoffemissionen und einer belastbaren Bilanzierung der zugehörigen stofflichen Belastungen sowie eine Analyse ökologischer und humantoxikologischer Auswirkungen erstellt werden. In verschiedenen Simulationen von Emissions- und Immissionsmodellen werden zu unterschiedlichen Ballungsräumen Szenarien durchgeführt und ausgewertet. Darauf aufbauend werden interdisziplinäre Lösungsansätze für die Minderung der verkehrsbedingten stofflichen Belastungen entwickelt, mit dem Ziel, die zukünftigen Anforderungen an die Mobilität von Personen und Wirtschaftsgütern zu erhalten.

Koordination:

Anja Baum und Cyrus Schmellekamp, beide Bundesanstalt für Straßenwesen

Beteiligte Behörden:

  • Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH)
  • Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG)
  • Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Bundesanstalt für Wasserbau (BAW)
  • Deutscher Wetterdienst (DWD)
  • Eisenbahn-Bundesamt (EBA)