GSB 7.0 Standardlösung

Entwicklung von Verfahren zur Beurteilung der Zuverlässigkeit von Ingenieurbauwerken der Verkehrsinfrastruktur (SP-302)

Die Infrastrukturbauwerke von Straße, Schiene und Wasserstraße sind häufig durch ein hohes Alter gekennzeichnet und haben zum Teil ihre geplante Nutzungsdauer überschritten. Dies hat zur Folge, dass sich Schäden an den Bauwerken häufen und dadurch die Verlässlichkeit dieser Bauwerke gefährdet sein kann. Bisherige Instandsetzungsstrategien verfolgen in den meisten Fällen eine schadensbasierte, reaktive Vorgehensweise, die dieser Entwicklung jedoch wenig entgegenzusetzen haben. Ziel des Schwerpunktthemas ist es daher, die bisherigen Herangehensweisen sowohl bei der Beurteilung von Bestandsbauwerken als auch dem Entwurf von Neubauten durch zuverlässigkeitsbasierte Verfahren und Verhaltensmodelle zu ergänzen. Dafür werden Konzepte und Methoden erarbeitet, die die für Verkehrsträger relevanten Aspekte von Zuverlässigkeitsanalysen und Risikobetrachtungen abdecken. Dazu gehören unter anderem:

  • das Erstellen von flexiblen Lastmodellen,
  • das Identifizieren von relevanten Schädigungsprozessen und Grenzzuständen,
  • das Entwickeln von anwendungsfreundlichen Analysemethoden und
  • die effiziente Unterstützung von abschließenden Entscheidungsprozessen mit Hilfe von aussagekräftigen Kenngrößen.

Durch die entwickelten Verfahren wird eine ganzheitliche Betrachtung über die Nutzungsdauer möglich, da objektspezifische Aspekte wie

  • Tragfähigkeit, Gebrauchstauglichkeit und Dauerhaftigkeit,
  • mögliche Schädigungsszenarien und
  • potenzielle Risiken auf Objektebene

berücksichtigt werden. Damit werden die Grundlagen geschaffen, mit denen Infrastrukturbauwerke umfassend beurteilen werden können. Darauf aufbauend können zielgerichtet optimale Erhaltungs- und Erweiterungsstrategien aufzustellen.

Koordination:

Andreas Panenka, BAW

Beteiligte Behörden:

  • Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Bundesanstalt für Wasserbau (BAW)
  • Eisenbahn-Bundesamt (EBA)

Projekte: