GSB 7.0 Standardlösung

Themenfeld 2: Verkehr und Infrastruktur umweltgerecht gestalten

Der maßvolle Umgang mit Lebensräumen und die Minimierung von stofflichen und nicht-stofflichen Emissionen tragen dazu bei, die natürlichen Lebensgrundlagen des Menschen zu bewahren und zu verbessern. Umweltaspekte sind ein integraler Bestandteil der Konzeption und Priorisierung von Verkehrs- und Infrastrukturentscheidungen.

Das Themenfeld 2 „Verkehr und Infrastruktur umweltgerecht gestalten“ leistet umweltbezogene wissenschaftliche Beiträge zur Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie aus der Perspektive Mobilität beziehungsweise zur Nationalen Mobilitätsstrategie aus der Perspektive Nachhaltigkeit/Umwelt. Die Kompetenz der beteiligten Behörden BASt, BAW, BfG, BSH, DWD und EBA wird im Rahmen von fünf Schwerpunktthemen vernetzt.

Thematische Schwerpunkte

Der Verkehr trennt und verbindet Lebensräume und fördert oder erschwert die Ausbreitung von Organismen. Unter diesem Aspekt werden zwei zentrale Problemstellungen der biologischen Vielfalt in ihrer Wechselwirkung mit Mobilität behandelt: zum einen der Erhalt beziehungsweise die Wiederherstellung von Lebensräumen mit einer für die Entfaltung von Biodiversität erforderlichen Mindestgröße (SP-201); zum anderen die Einschleppung und Verbreitung von gebietsfremden Arten (Neobiota), zu der alle Verkehrsträger beitragen (SP-202). Intelligente Vernetzung und verkehrsübergreifendes Management von Verkehrsnebenflächen sowie die Minimierung des Eintrags von gebietsfremden Arten sollen die Nationale Strategie zur Biodiversität (NBS) unterstützen.

Die Rolle von Verkehr und Verkehrsinfrastruktur als Quelle für stoffliche (Schadstoffe) und nichtstoffliche (z. B. Lärm) Belastungen der Umwelt, die ihrerseits die menschliche Gesundheit sowie Ökosystemleistungen beeinträchtigen, werden ebenfalls in Themenfeld 2 adressiert.

Das Bild zeigt eine Versuchseinrichtung auf einem Boot Quelle: Bundesanstalt für Gewässerkunde

Die qualitative Beeinträchtigung des natürlichen Lebensraums von Menschen, Tieren und Pflanzen hängen stark mit der Belastung durch Emissionen und Immissionen zusammen. Dieser Aspekt schließt die Identifizierung, Charakterisierung, Risikobewertung und Bilanzierung von infrastruktur- und verkehrsbedingten Materialien (SP-203) sowie stofflichen (SP-204) und nichtstofflichen Einträgen (SP-205) in die Umwelt ein. Ferner wird der kurz-, mittel- und langfristige Einfluss von Verkehr und Infrastruktur auf natürliche Stoffkreisläufe betrachtet. Zum Schutz der Ökosysteme sind Lösungen zu entwickeln, die möglichst geringe Auswirkungen auf natürliche Stoffkreisläufe und anthropogene Klimaänderungen haben, z. B. in der Atmosphäre, im Gewässernetz, im System Gewässer/Boden oder im urbanen Raum.

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