GSB 7.0 Standardlösung

Themenfeld 3: Verlässlichkeit der Verkehrsinfrastrukturen erhöhen

Ziel des Themenfeldes 3 im BMVI-Expertennetzwerk ist es, die Sicherheit und Zuverlässigkeit der Verkehrsinfrastrukturen weiterhin zu gewährleisten und die vorhandenen Ressourcen priorisiert und effizient einsetzen zu können. Infrastruktur muss hierbei als Ganzes gesehen werden, so dass nicht nur der Verfügbarkeit eines einzelnen Verkehrssystems Rechnung getragen werden muss, sondern die Verkehrssysteme im Zusammenhang zu sehen sind. Hierbei kommt dem Gedanken des Expertennetzwerks eine wesentliche Rolle zu.

Thematische Schwerpunkte

Das Themenfeld 3 wird im Rahmen von vier Schwerpunktthemen (SP) bearbeitet. Das Ziel der Arbeiten im Schwerpunkt „(Weiter-)Entwicklung von Verfahren und Vorgehensweisen für die Erfassung und die Beurteilung des Bestandes“ (SP-301) ist es, Erkenntnisse, Verfahren und Vorgehensweisen bereitzustellen, die eine bessere Erfassung und Bewertung des aktuellen und zu erwartenden Zustandes der bestehenden Bauwerke der Verkehrsinfrastrukturen ermöglichen. Dabei werden unterschiedliche Arten der Zustandserfassung und der -bewertung behandelt: reguläre visuelle Bauwerksprüfung, zerstörungsfreie Prüfverfahren, Dauerüberwachung mit Hilfe von Sensorik, Monitoring und Materialeigenschaften.

Das Bild zeigt eine Brückenprüfung Quelle: Bundesanstalt für Straßenwesen

SP-302 richtet den Fokus auf die Zuverlässigkeit von Bauwerken der Verkehrsinfrastruktur. Die bisherigen Bewertungsverfahren für Bestandsbauwerke sind deterministischer Art und beruhen auf der Bewertung von sichtbaren Schäden. Zur zukünftigen, vorausschauenden und verlässlichen Sicherstellung der Verfügbarkeit dieser Ingenieurbauwerke sollen diese bekannten Methoden durch risikobasierte Verfahren und Verhaltensmodelle ergänzt werden. Mit diesem Ansatz ist eine ganzheitliche Betrachtung über den Lebenszyklus möglich, da objektspezifische Aspekte wie Tragfähigkeit (Auslastungsgrad), geplante Restnutzungsdauer, mögliche Nutzungsänderungen sowie Vulnerabilitäten auf Netz- und Objektebene umfassend berücksichtigt werden können.

Der Schwerpunkt „Prognosen und Vulnerabilitätsanalysen“ (SP-303) erarbeitet die Konzeption und Erprobung praxisgerechter Verfahren und Modelle zur Quantifizierung und Prognose der Verfügbarkeit und Sicherheit von Elementen der Verkehrsinfrastruktur bei außergewöhnlichen Ereignissen (z. B. Extremwetterereignisse) unter Berücksichtigung der Funktion im Verkehrsnetz und möglicher Maßnahmen.

Zur Verbesserung des Zustandes der Verkehrsinfrastrukturen werden zukünftig deutlich mehr (Bau-)Maßnahmen durchgeführt werden müssen, und dies in der Regel unter Betrieb. Im SP-304 wird diese Problematik bearbeitet. Ziel dieses Schwerpunktthemas ist es, Erkenntnisse, Verfahren und Methoden von (Bau-)Maßnahmen unter Verkehr bereitzustellen beziehungsweise zu optimieren, die die Einschränkung der Verfügbarkeit und Leistungsfähigkeit der Verkehrswege bei der Durchführung von Instandsetzungs- beziehungsweise Ersatzmaßnahmen minimieren.

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